Ich wurde im Mai 1965 in dem kleinen Dorf Fattigau in Oberfranken
geboren. Über meine Schulzeit möchte ich lieber schweigen. Nur so
viel: Irgendwie gelang es mir, die Realschule zu schaffen! Dann
brach der Ernst des Lebens über mich herein. Ich gondelte ganze
7 Jahre durch alle nur denkbaren Berufe und Tätigkeiten. Während
dieser Zeit entstanden auch meine ersten Kurzgeschichten. Ich
besuchte mit einiger Verspätung die Fachoberschule und studierte
anschließend Sozialpädagogik! Nebenbei schrieb ich meinen
ersten Jugendroman. Es folgten Tätigkeiten in der freien
Wohlfahrtspflege, bis mich meine Frau Heike in den sicheren Hafen
der Ehe geleitete und unser Sohn Tom sein drittes Lebensjahr
vollendet hatte. Seither bin ich als Hausmann und
Schriftsteller tätig. Ich schreibe keine Literatenliteratur, aber ich kann Geschichten
erzählen die Menschen unterhalten, fesseln und bewegen. Ich
schreibe, weil ich schreiben muss!
Nachdem ich mich viel zu
lange auf einen Agenten verlassen habe (der zwar mein Geld, doch nie
meinen Erfolg im Auge hatte), habe ich die Zügel nun selbst in die
Hand genommen. Mit reichlich Verspätung erschien im Mai 2006 Das
Geheimnis unter der Rose. Und es ging und geht weiter,
Schlag auf Schlag … Dass nach all den Jahren des Wartens – Hoffens –
Bangens (und zwar genau in dieser Reihenfolge) doch etwas bewegt
werden kann, gleicht die Stunden aus in denen ich alles in Frage
gestellt habe.
Eines habe ich dennoch gelernt: Es wird immer
Leute geben die Träume verkaufen, aber ebenso immer Menschen, die
danach Ausschau halten! Wer sich selbst aus den Augen verliert,
entbehrt seine Träume gleich mit. Vertrauen in sich selbst zurück zu
gewinnen ist leider immer schwerer als Vertrauen zu schaffen.
Vertrauen braucht es auch vonseiten des Partners. Sich der
Schriftstellerei zu widmen, heißt auch immer ein Stück weit
anders zu sein als die Masse, sich von ihr abzuheben, nicht selten
in negativer Hinsicht. Wer nicht gleich vom Schreiben leben kann
(und das können ja nun wirklich die wenigsten), der läuft Gefahr als
gesellschaftlicher Sonderling oder gar als Schmarotzer unserer
Gesellschaft angesehen zu werden. Das Image unbekannter Autoren
könnte nicht schlechter sein.
Zurück aber zum Vertrauen des Partners. Ich selbst kann von Glück
sagen, in meiner Frau, Lebensgefährtin und engsten Vertrauten, genau
den Menschen gefunden zu haben, der mir immer wieder die Kraft gibt,
weiterzumachen, der mich neu aufrichtet wenn ich daniederliege. Ich
glaube dies ist mehr als man erwarten kann. Ich danke
Dir!
Matthias W. Seidel Sophienreuther Str. 6 D-95173 Schönwald